Dreamer
05-Jul-2002

Ap oder Ni
Namenszusätze
Cold Iron
Infos zu kalt geschmiedetem Eisen
Feiertage
unterschiedliche Feste
Grapevine
Verwaltung von Charakteren

Namen
Namen aus div. Regionen/Kulturen
Stadtpläne
Pläne von einigen deutschen Städten

Ap oder Ni - Namenszusätze

In einem der vielen Foren, ging es um die Frage, ob weibliche Adelige auch den Namenszusatz "ap" tragen, oder einen anderen.
Zusammengefaßt
die folgenden Namenszusätze und ihre Bedeutung:
 

- mac (gälisch) - 'Sohn von'
- ni (gälisch) - 'Tochter von'
- ap (walisisch) - 'Sohn von'
- mab (walisisch) - 'Sohn'
- bachgen(walisisch) - 'Junge'
- ferch/merch (walissich) - 'Tochter von'

Im walisischen wird häufig der erste Buchstabe verändert, je nach dem, welches Wort vorher verwendeten wurde, daher gibt es die zwei verschiedenen Worte: "merch" und "ferch".
Aussprache: "f" wird wie 'w' ausgesprochen ("ff" wie 'f''); "ch" wie das rauchige 'ch' im deutschen.

(übernommen von The_Mess + Beccatoria)


Cold Iron / Kaltgeschmiedetes Eisen / Schmiedeeisen

Traditionelle Verarbeitungsprozesse:

Schmelzen:

Eisenerz (häufig Fe2O3 , Verbindungen mit Kohlenstoff sowie Anteile an anderen Metallen, insbesondere Schwefel und Phosphor) wird im Hochofen (seit dem 16. Jahrhundert allgemein üblich) mit Holzkohle unter Zufuhr von Luft (schon früh mittels wassergetriebenen Gebläsen) geschmolzen, wobei Eisen-Sauerstoff-Verbindungen gelöst und Gehalt anderer Stoffe reduziert wird. Ergebnis ist Roheisen, das noch einen hohen Kohlenstoffgehalt (3-5%) hat, spröde ist und nur als Gusseisen verwendet werden kann.

Frischen:

Hierbei wird Roheisen wieder stark erhitzt, traditionell in einem Frischherd (besitzt jeder Schmied). Ergebnis ist Schmiedeeisen (Kohlenstoffgehalt 0,5%) oder Stahl (Kohlenstoffgehalt 0,6-1,5%), der noch weiter verarbeitet werden muss (ab 18. Jh. Gussstahl aus Tiegeln).

Eisenverarbeitung:

Schmiedeeisen kann kalt (Hämmer) oder warm geformt werden. Zentrale Halbfabrikate sind Stäbe und Bleche.

Einsatz von Koks in der Roheisenherstellung.

Abraham Darby, ein Quäker, betreibt ab 1708 ein Eisenhüttenwerk in Coalbrookdale (Shropshire). Seit 1709/18 verwendet er Koks (Ergebnis einer den Schwefelgehalt reduzierenden kontrollierten Teilverbrennung von Kohlenstoff). Allerdings verbreitet sich der Einsatz von Koks in GB erst im 3. V. 18. Jh. Erklärung: Koks-RohFe ist zunächst wegen des höheren Siliziumgehalts qualitativ schlechter (d.h. im Schmieden teurer) als Holzkohle-Roheisen und kann mit letzterem preislich nicht konkurrieren. Darby verwendet sein Roheisen v.a. für den Guss von Gefäßen u. Röhren, für den der hohe Siliziumgehalt seines Eisen von Vorteil ist. Erst der starke Anstieg der Holzkohlepreise in den 1750er J. bei gleichzeitig steigender Nachfrage nach Schmiedeeisen und Verbesserungen im Betrieb von Kokshochöfen (insbesondere Vergrößerung der Hochöfen mit Verdoppelung der Tagesleistung zwischen ca. 1740 u. 1800, stärkere Gebläse, bis 1790 bereits zu ca. 85% mit Dampf betrieben -> geringere Abhängigkeit von der Wasserführung, kontinuierlicherer Betrieb) liefern entscheidende Anstöße zur Substitution von Holzkohle durch Koks. Ab 1830er J. Übergang zum Einblasen von Heißluft. Mitte 18.-Mitte 19. Jh. reduziert sich der Steinkohleverbrauch pro t Roheisen von ca. 15t auf ca. 2,5t. Die Produktion von Roheisen beträgt in GB 1780 0.1, 1840 1.3, 1870 5.8 Mio. t; 1780–1831 beträgt die Wachstumsrate jährlich im Durchschnitt 4-6% (-> wie Baumwollverarbeitung Leitsektor).

Das Puddelverfahren

1760er-1780er J. zahlreiche Bestrebungen zur Verbesserung der Produktion von SchmiedeFe aus Koks-RohFe. Den Durchbruch bringt der Puddelofen von Henry Cort (Patente 1783/4), der sich ab ca. 1800 allgemein durchzusetzen beginnt: Durch Flammofen erhitzte FeMasse wird durch Arbeiter gerührt. Um 1850 verarbeitet ein Puddelofen ca. 1/10 des Ausstosses eines Hochofens, jener ist an die Leistungskraft u. Arbeitsbereitschaft eines qualifizierten Arbeiters gebunden, u. Lupen sind bzgl. ihrer Größe auf die Hebekraft des Puddlers beschränkt, ihre Beschaffenheit ist variabel. 1788-1815 verfünffacht sich in GB die Produktion von SchmiedeFe; gleichzeitig sinken die Preise von verarbeitetem Fe 1770-1831 um 70%. Während die Importe von SchmiedeFe 1700er-1770er J. von ca. 16000t auf ca. 45000t wachsen, nehmen die Importe ab E. 18. Jh. allmählich wieder ab u. 1800 werden ca. 24% der Produktion exportiert (Anteil am Wert der Exporte insgesamt 9.3%), 1850 39% (Exportquote 12,3%).

Walzen statt Schmieden

Stäbe u. Bleche, ab 1820 auch Eisenbahnschienen, werden nicht mehr unter einem wassergetriebenen Hammer geschmiedet, wobei der Arbeiter das Werkstück steuert, sondern durch eine Walze geformt. Walzen müssen zunächst von Hüttenwerken selbst hergestellt werden, weshalb sich das Walzen parallel zum Puddeln ab ca. 1800 verbreitet. Betrieben werden sie rasch überwiegend durch Dampfkraft.

Massenstahlverfahren

ab 3. V. 19. Jh. Innovationen, die die Stahlherstellung in einem Arbeitsgang aus Roh-Fe ermöglichen. Jährl. Weltproduktion von Stahl steigt von weniger als 1 Mio. t 1865 auf über 50 Mio. t 1913.
(1) Bessemerstahl (engl. Berufserfinder, Patent 1856; Anwendungsreife ab frühen 1860er J., Investitionsboom in D späte 1860er/frühe 1870er J.). In ein oben offenes Gefäss wird flüssigem RohFe durch Ventile im Boden Luft zugeführt, was bereits nach ca. 20 Min. zur Produktion von ca. 5t Stahl führt. Das Verfahren führt gegenüber dem Schmelzen in Tiegeln u. dem Puddelverfahren zu einer hohen Produktivitätssteigerung, so dass es sich rasch durchsetzt. Allerdings funktioniert es nicht bei phosphorhaltigen FeErzen.
(2) Thomas-Gilchrist-Verfahren (Patent 1878) für phosphorhaltiges Fe: Die Bessemerbirne wird mit Kalk oder anderen basischen Stoffen ausgekleidet, die Phosphorsäure neutralisieren.
(3) Siemens-Martin-Verfahren (1860er-1880er J.). Frischen erfolgt wie beim Puddel-verfahren auf Herd, aber bei wesentlich höheren Temperaturen (sog. Regenerativ-Feuerung), so daß kein Zutun von außen erforderlich ist u. Stahl vergossen werden kann. Langsamer als Bessemer-/Thomas-Verfahren, erlaubt aber genaue Steuerung des Frischprozesses -> Herstellung qualitativ hochwertiger Stähle.


Feiertage

Hintergründe zu den Feiertagen könnt ihr den Quellenbüchern entnehmen oder einfach mal auf Sandmans Website nachsehen, da gibt's reichlich Material und einen speziellen Abschnitt zu Feiertagen (Prädikat: besonders wertvoll).
Datum Name Gäste Beschreibung
13.01. Midwinter unseelie Faeries
und
Shadow Court
Die Nacht in der Mitglieder des Schattenhof sich an dem Glamour der Freeholds bedienen oder sogar das Balefire der Freistätte stehlen.
(Shadow Court)
02.02. Imbolc i.P. alle Reaktivieren und Stärken des Freeholds.
(CtD 2nd Ed, Shadow Court)
03.02. Homestrong Galizische Konföderation:
Commoner
Eine Fest in dem der Frühling gegrüst wird. Tradition auch in Deutschland.
(Fools Luck)
28.02. Carnival Concordia:
i.P. alle

Seit Highking David verschwunden ist, hat sich der Charakter des Carnival's Fests verändert. Soweit es überhaupt noch gefeiert wird.
(CtD 2nd Ed, Shadow Court)

21.03. Vernal Equinox i.P. alle Der Tag an dem Dunkelheit und Helligkeit gleich lang sind, steht für die Gleichberechtigung der Unseelie Herrschaft und für die Forderung die Regentschaft wieder zyklisch aufzuteilen.
(Shadow Court)
04.04. Greening Concordia:
i.P. alle
Ein Fest, daß den Frühling begrüßt.
(CtD 2nd Ed, Shadow Court)
01.05. May Day Commoner Der Tag an dem Nocker und Boggans ihre Werke ausstellen, radikale Commoner sich mit den Autoritäten anlegen, andere einfach den Tag nutzen, um auszuruhen
(Fools Luck)
02.05. Beltaine i.P. alle Fest des Lebens und der Liebe - früher der Beginn der Seelie Regentschaft.
(CtD 2nd Ed, Shadow Court)
23.06. Midsummer i.P. alle Der längste Tag des Jahres, danach werden die Nächte länger. Früher wurde an diesem Tag der Zenit der Seelie Regentschaft erreicht.
(Shadow Court)
17.07. Highsummer i.P. alle Ein Fest der Streiche; ein Muß für Pooka.
(CtD 2nd Ed, Shadow Court)
01.08. Lughnasa i.P. alle Ein Fest bei dem große Feuer entzündet werden. Es steht sowohl für energetische Faszination sowie für unkontrollierbare Kräfte
(Shadow Court)
21.09. Autumnal Equinox i.P. alle Der zweite Tag an dem Dunkelheit und Helligkeit gleich lang sind. Früher kündigte sich an diesem Tag die kommende Unseelie Regentschaft an.
(Shadow Court)
04.10. Pennons je nach Kith Offizielle Wettkämpfe; mit entsprechendem Begleitprogramm
(CtD 2nd Ed, Shadow Court)
31.10. Samhain i.P. alle Eine Party in der die Gäste ihrer unseelie Neigung ausleben. Früher der Begin der unseelie Regentschaft.
(CtD 2nd Ed, Shadow Court)
05.11. Guy Fawkes Day Commoner An diesem Tag werden die Nobles das Ziel der radikalen Commoner. Je nach den Legacies geht das von Streichen bis zu Anschlägen.
(Fools Luck)
23.12. Yule i.P. alle Alternativ auch häufig am 21.-22.12. gefeiert. Auf diesen Festen wird sich auf einen mögliche Endzeit vorbereitet.
(Shadow Court)
26.12. Boxing Day Nobes &
Commoner
An diesem Tag werden die (gemäßigten und traditionellen) Commoner von ihren Regentinnen und Regenten mit kleinen Presenten beschenkt.
(Fools Luck)

Grapevine

Ist eine absolut geniales und umfangreiche Tool!
Eigentlich wurde das Programm für MET-Charaktere (White Wolf's LARP System) geschrieben, allerdings ist es leicht möglich, die entsprechenden Datein für den eigenen Gebrauch zu modifizieren.
Das Programm muß installiert werden und braucht eine Windows Umgebung.
Wenn alles eingerichtet ist, dann erleichtert Grapevine die Verwaltung von Charakteren ungemein; es archiviert nicht nur die SpielerInnen mit ihren persönlichen Daten sondern auch die Charakterwerte und die Informationen und Mitteilungen der SL/ST.

Grapevine (Link, download: 2,29MB!)


Namen

Hattet ihr auch schon öfter das Problem einen passenden Namen für einen bestimmten Charakter zu finden? Gerade als ST stehtst du regelmäßig vor diesem Problem - was ist ein typisch asiatischer Name? Wie heißen die Menschen in Afrika oder im arabischen Raum?
Dann hab ich hier den passenden Link.
Geordnet nach Regionen oder Kulturen findet ihr hier bestimmt was passendes:

Directory of Names
(Der alte Link http://www.flick.com/onomastikon ist tot.)

Außerdem finden sich noch reichlich Vornamen bei: babynames


Stadtpläne

Hier hab ich noch einen recht praktischen Link. Wenn ihr euch schnell und spontan für eine Sitzung vorbereiten müßt und gerade keinen Stadtplan zu Hand habt, kann der Link u.U. recht hilfreich sein.
Zur Zeit sind folgende Städte katalogisiert:
Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Cottbus, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Freiburg, Gelsenkirchen, Göttingen, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Kiel, Köln, Krefeld, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, Mülheim a. d. Ruhr, München, Münster, Nürnberg, Oberhausen, Offenbach, Oldenburg, Pforzheim, Rostock, Siegen, Stuttgart und Wiesbaden.

Stadtplandienst